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Aquila


In der griechischen Mythologie ist nicht eindeutig bestimmt, wie der Adler seinen Platz am Himmel bekam. Hauptsächlich gibt es aber zwei Mythen.
Zum einen war es ein Adler, der den schönen trojanischen Königssohn Ganymed in den Himmel entführte, wo er Mundschenk der Götter wurde.
Es könnte aber auch der Adler sein, der zur Bestrafung des Prometheus geschickt wurde. Prometheus hatte den Menschen unerlaubterweise das Licht gebracht und als Strafe dafür wurde er an einen Felsen geschmiedet, wo ihm jeden Tag ein Adler die Leber aushackte und sie auffraß, worauf das Organ bis zum nächsten Tag wieder nachwuchs. Als Herakles (Hercules) durch den Kaukasus kam und Prometheus dort fand, tötete er den Adler mit einem Pfeil.
In beiden Fällen hatte Zeus den Adler als Dank für seine Dienste an den Himmel versetzt.


Nach einem anderen Mythos hat der hinduistische Gott Wischnu mit den Sternen α β und γ seinen Fußabdruck am Himmel hinterlassen hat.



Die wichtigsten Sterne:

α Aquilae:
α Aquilae besitzt auch den arabischen Namen Altair, was übersetzt "Der fliegende Adler" heißt.

    Helligkeit: 0m,8
    Farbe: hellgelb
    Entfernung: 16,8 Lichtjahre

α Aquilae ist 10 Mal heller als unsere Sonne und besitzt den doppelten Durchmesser. Altair hat eine Oberflächentemperatur von circa 8600 K.



β Aquilae:
β Aquilae heißt auch Alshain. Das ist das arabische Wort für "Waagebalken" und ähnelt zudem dem persischen Begriff für "Adler".

    Helligkeit: 3m,7
    Farbe: hellorange
    Entfernung: 45 Lichtjahre

β ist 5 Mal heller als unsere Sonne.



γ Aquilae:
γ Aquilae heißt auch Tarazet, was Adler bedeutet.

    Helligkeit: 2m,7
    Farbe: hellorange
    Entfernung: 340 Lichtjahre

γ ist 760 Mal heller als unsere Sonne.



ζ Aquilae:
ζ Aquilae heißt auch Deneb el Okab, was auf Arabisch "Schwanz des Adlers" heißt.

    Helligkeit: 3m,0
    Farbe:grün
    Entfernung: 283 Lichtjahre


η Aquilae:
η Aquilae ist ein veränderlicher Stern (δ Cephei-Typ). Innerhalb von 7,18 Tagen schwankt seine Helligkeit zwischen 3m,7 und 4m,4.

    Entfernung: 1400 Lichtjahre

η ist 75 Mal heller als unsere Sonne.






Sagitta - Pfeil

Der Sage nach ist das der Pfeil mit dem Herakles, den Adler tötete, der Prometheus quälte.




Hercules - Herakles

Im frühen Griechenland wurde dieses Sternbild einfach nur "Engonasin", der Kniende, genannt. Diese Figur wiederum wurde mit diversen mythologischen Figuren in Verbindung gebracht. Zum Beispiel, Theseus, Prometheus, oder Orpheus.
Durchgesetzt hat sich aber die Identifikation mit Herakles, der bei den Römern Herkules hieß. Er war der Sohn der Alkmene und des Zeus. Zeus war der tugendhaften jungen Frau in Form ihres, vom Krieg heimgekehrten, Mannes Amphitryon begegnet, so daß ihr ihr Gatte später diesen unbewußten Betrug verzieh.
Sie nannte den kleinen Sohn, den sie daraufhin bekam, Alkaios (den Namen Herakles erhielt er erst später).

Wie viele andere uneheliche Kinder des Zeus war auch Herakles, dem Haß der Hera - Zeus' Gattin - ausgesetzt, die ihn schon als Baby zu töten versuchte.
Obwohl er jeden ihrer Anschläge überlebte, trieb sie ihn langsam aber sicher in den Wahnsinn damit. So erschlug er in einem seiner Anfälle seine Frau und seine Kinder.
Wieder bei klarem Verstand, bereute er die Tat und erbat sich Rat bei dem Orakel von Delphi. Die dortige Prophetin Pythia gab ihm den Namen Herakles, der soviel wie "Heras Ruhm" oder "durch Hera berühmt" bedeutet. Zudem trug sie ihm auf, für 12 Jahre in die Dienste des Königs Eurystheus zu gehen und die Aufgaben zu erfüllen, die dieser ihm auftrug. Das war nun eine arge Demütigung für Herakles, denn Eurystheus hatte (durch eine List der Hera) den Thron inne, der eigentlich ihm gehört hätte. Dennoch befolgte er den Rat des Orakels und begab sich in die Dienste des Königs. Eurytheus, der um seinen Thron bangte gab ihm 12 Arbeiten auf, die er hoffentlich nicht überleben würde.

Einige dieser Figuren aus den Arbeiten sind ebenfalls am Sternenhimmel verewigt.
Seine erste Arbeit bestand darin den Nemeischen Löwen zu töten.
In der Zweiten Aufgabe sollte er die Hydra töten. Von diesem Vorfall erzählen sogar zwei Sternbilder: Cancer und Hydra.
Die herynitische Hirschkuh lebend zu fangen war seine dritte Aufgabe, das gleiche sollte er auch mit dem erymantischen Eber tun.
Um ihn zu demütigen befahl der König Herakles als nächstes die Ställe des Augias auszumisten.
Die sechste Aufgabe bestand darin, die symphalischen Vögel zu verjagen.
Als siebte Aufgabe sollte er den kretischen Stier einfangen.
In seiner 8. Arbeit sollte er die vier Stuten des Diomedes, die Menschenfleisch fraßen, fangen.
In der Neunten Aufgabe sollte er den Gürtel der Amazonenkönigin Hippolite holen.
Als 10 Arbeit verlange Eurystheus das Vieh des zu holen.
Unter dem Sternbild Draco ist seine elfte Aufgabe nachzulesen: Er sollte die Äpfel der Hesperiden holen.
Die zwölfte Aufgabe bestand darin, den Höllenhund Kerberos aus dem Hades zu holen. Auch diese Figur hatte zeitweise ein eigenes Sternbild. Das zwischen Herakles und Cygnus lag, aber nie anerkannt wurde. Allerdings wird Kerberos auch manchmal mit dem großen Hund in Verbindung gebracht.

An Herkles' Tod war wahrscheinlich seine Frau Deneira schuld, die Angst hatte, daß er sie wiederholt mit einer anderen Frau betrog und ihn mit einem Liebeszauber belegen wollte.
Vor längerer Zeit hatte Herakles den Kentauren Nessos getötet, als er Deneira vergewaltigen wollte. Noch in seinen letzten Atemzügen überlistete er Deneira und heuchelte Reue. Er sagte ihr, daß sein Blut, auf die Kleider des Herakles gestrichen, wie ein Liebeszauber wirken würde.
So nahm Deneira die blutbefleckten Kleider des Nessos an sich ohne dessen List zu durchschauen. Denn Herakles hatte seine Pfeile mit dem giftigen Blut der Hyra bestrichen, das nun natürlich auch in Nessos Blut war.
Als Deneira später den Rat des Kentauren befolgte, zerfraß das Blut Herakles' Haut. Um von seinen Qualen erlöst zu werden ließ er sich auf einem Scheiterhaufen auf dem Berg Oita verbrennen.

Danach stieg er zum Olymp empor, versöhnte sich mit Hera, die ihn angeblich sogar adoptierte und heiratete ihre Tochter Hebe.




Draco - Drache

In der griechischen Mythologie gibt es zu diesem Sternbild zwei Sagen. Die weitaus bekanntere weist den Drachen als Landon aus, der den Garten der Hesperiden bewachte.
Die elfte der zwölf Aufgaben, die Herakles für König Eurystheus erfüllen sollte, war es die goldenen Äpfel der Hesperiden zu stehlen. Diese Früchte waren das Hochzeitsgeschenk der Erdgöttin Gaia an Hera. Sie wuchsen an einem Hain am westlichen Ende der Welt und wurden von Nymphen, den Hesperiden (Töchter des Abends) bewacht, denn kein Mensch durfte von ihnen essen. Ihnen hätten sie ewige Jugend und Unsterblichkeit verliehen. Unterstützt wurden die Hesperiden dabei von dem Drachen Landon, den es nun zu überwinden galt. Wie Herakles das schaffte, dazu gibt es verschiedene Versionen.
Manche Aufzeichnungen besagen, er selbst hätte Landon getötet, der daraufhin von Hera an den Himmel versetz wurde und noch immer nach dem Sternbild Hercules zu schnappen scheint.
Andere besagen, daß der Riese Atlas, der ganz in der Nähe den Himmel auf seinen Schultern trug, Herakles geholfen habe. Dafür habe ihm der Held den Himmel eine Weile abgenommen. Als Atlas mit den Äpfeln zurückkam, bot er an, die Früchte selbst zu Eurystheus zurückzubringen und Herakles wurde klar, daß der Riese nicht daran dachte, den Himmel noch einmal zurückzunehmen. Also griff er bewegungsunfähig wie er war zu einer List: Er bat Atlas die Äpfel abzulegen und die Last noch einmal zu übernahmen, damit er sich ein Kissen auf den Kopf legen könne. Der nicht allzu schlaue Riese ging darauf ein und Herakles schnappte sich die Äpfel und brachte sie dem König.

Eine andere Geschichte ist mit dem Krieg zwischen den Giganten und den Göttern verbunden. Die Giganten schleuderten während des Kampfes eine riesige Schlange gegen die Athene, die sie daraufhin so heftig von sich stieß, daß sie am Himmel landete.

Als man den Sternenhimmel christianisieren wollte, wurde aus dem Drachen, die Schlange, die Eva im Paradies verführte.

In Persien hieß diese Sternenformation Azhdeha, womit man eine menschenfressende Schlange meinte.

Zu babylonischen Zeiten sah man eine Schnecke und in Ägypten war es ein Nilpferd oder ein Krokodil




Leo - Löwe

Dieses Tierkreiszeichen stellt den nemeischen Löwen dar, den Herakles in seiner ersten Aufgabe töten mußte.
Dieses Tier lebte in einer Höhle, nahe der Stadt Nemea und versetzte alle Leute in Furcht und Schrecken. Das besondere an dem Löwen war, daß er unverwundbar war. Jede Art von Waffen prallte an seinem harten Fell ab.
Da die Höhle das Löwen zwei Zugänge hatte, verschloß Herakles einen davon, damit er nicht fliehen konnte und ging bei dem Anderen Eingang hinein. Dann erwürgte er den Löwen mit den Händen und schleppte das tote Tier zu König Eurystheus zurück. Der verkroch sich vor Angst in einem Vorratskrug und überließ den Löwen Herakles, der ihm das Fell abzog und es als Mantel zum Schutz vor Waffen nutzte.




Cancer - Krebs

Der Krebs war ein verbündeter Heras, der kam um den verhaßten Herakles (Hercules) bei seinem Kampf mit der Hydra zu behindern.
Während Herakles feststellen mußte, daß für jeden abgeschlagenen Kopf der Hydra zwei neue nachwuchsen, tauchte aus den Sümpfen der riesige Krebs auf, der ihn fortwährend in den Fuß zwickte. Herakles zertrat den Störenfried einfach und schaffte es dann mit Hilfe seines Freundes Iolaos das Ungeheuer zu besiegen.
Hera versetzte den Krebs dann als Dank für seine Treue an den Himmel.